Das Verlangen nach
einem Kebab
Ich war den ganzen Vormittag unterwegs und klapperte ein
paar Möbelgeschäfte ab. Das was ich suchte, war ein Wandregal für meine DVDs,
CDs und Videospiele. Ich besitze schon so viele, dass ich keinen Platz mehr
habe. Mittlerweile liegen die Hüllen überall herum. Am Boden. Am Tisch. Sogar
in der Küche.
Ich fand kein Wandregal. Zumindest keines, welches meinen
Ansprüchen und Vorstellungen entsprach. Aber dies ist eine andere Geschichte.
Am Heimweg kam ich zu einer Kreuzung. Ich hielt bei der
Ampel und plötzlich überkam mich das Verlangen nach einem Kebab. So etwas habe
ich sonst nie. Ich esse kaum Kebab. Vielleicht ein, zwei Mal pro Jahr. Aber in
diesem Augenblick hatte ich ein irrsinniges Verlangen danach.
Also aß ich eines. Und danach rauchte ich eine Zigarette. Es
war der erste Ausrutscher an diesem Tag und der dritte insgesamt.
Alte Gewohnheiten
Später an diesem Tag war ich noch auf der Mariahilferstraße.
Ich war auf der Suche nach ein paar Postern für meine Wohnung. Die Wände dort
waren kahl und langweilig. Also wollte ich etwas dagegen unternehmen.
Im Generali-Center fand ich ein nettes Geschäft. Das
Funkart. Neben Poster bietet der Shop diverse witzige Warnschilder und andere
spaßige Artikel.
Ich fand dort, was ich suchte.
Anschließend entschied ich mich noch in ein Lokal zu gehen
und mich mit einem Cappuccino zu stärken. Ich war schon etwas müde und hatte
daher ein wenig Koffein notwendig. Und da geschah es. Ich kam in eine alte
Gewohnheit zurück, die es eigentlich zu vermeiden gilt. Doch leider war ich
irgendwie nicht ganz bei der Sache. Ich steckte mir eine Zigarette zwischen die
Lippen.
Nach dem Essen sollst
du Rauchen
Ja, nach dem Essen gehört eine Zigarette geraucht. Das tat ich
immer. Zumindest bis gestern. Aber gestern hörte ich damit auf. Ich rauchte
nach keiner Mahlzeit eine Kippe. Bis heute. Da fand das Ganze ein Ende.
Wie schon erwähnt, rauchte ich zu Mittag nach meinem Kebab
eine. Auch nach dem Abendessen gönnte ich mir einen Glimmstängel. Zwar nicht
gleich danach, aber dennoch hatte ich später eine Zigarette zwischen den
Lippen. Erst trank ich noch einen Kaffee und las ein paar Seiten von dem Roman Fegefeuer, ehe ich dem Tabak frönte. Zum
dritten Mal an diesem Tag.
Positive Effekte der
Rauchentwöhnung
Die Abstinenz vom Glimmstängel bewirkt so einiges. Ich hab’s
gerade recherchiert und muss sagen, dass diese Effekte, die nach und nach
Auftreten eine zusätzliche Motivation sind. Es verändert sich so einiges. Vor
allem wenn man vor dem 35. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhört. In diesem Fall
gleicht sich die Lebenserwartung an das eines Nichtrauchers an.
20 Minuten danach fällt der Blutdruck und die Temperatur von
Händen und Füßen steigt auf den Normalwert. Nach acht Stunden gleicht sich der Kohlenmonoxidgehalt
des Bluts auf den Normalwert an. Innerhalb der ersten 24 Stunden verringert
sich bereits das Herzinfarktrisiko. Zwei Wochen bis drei Monate später
verbessert sich die Durchblutung und die Lungenkapazität erhöht sich um bis zu
30 Prozent. Ein bis neun Monate später lässt das Husten nach, der Ex-Raucher
ist weniger kurzatmig und wacher. Außerdem kann sich die Lunge besser vor
Infektionen schützen. Ein Jahr später ist das Risiko von Erkrankungen der
Herzkranzgefäße bereits nur noch halb so groß wie bei Rauchern. Fünf bis 15
Jahre später hat sich das Schlaganfallrisiko auf das eines Nichtrauchers
gesenkt. Zehn Jahre nach der Rauchentwöhnung reduziert sich die Gefahr, an
Lungenkrebs zu sterben, auf die Hälfte. Das Risiko von Krebserkrankungen in
Mund, Hals, Speiseröhre, Blase, Niere und Bauchspeicheldrüse verringert sich.
Und nach 15 Jahren sind alle Risiken auf das Niveau eines
Nichtrauchers gesunken.