Freitag, 2. Januar 2015

Der zweite Tag, oder: Kebab, Ausrutscher, alte Gewohnheiten und Effekte der Rauchentwöhnung

Das Verlangen nach einem Kebab
Ich war den ganzen Vormittag unterwegs und klapperte ein paar Möbelgeschäfte ab. Das was ich suchte, war ein Wandregal für meine DVDs, CDs und Videospiele. Ich besitze schon so viele, dass ich keinen Platz mehr habe. Mittlerweile liegen die Hüllen überall herum. Am Boden. Am Tisch. Sogar in der Küche.
Ich fand kein Wandregal. Zumindest keines, welches meinen Ansprüchen und Vorstellungen entsprach. Aber dies ist eine andere Geschichte.
Am Heimweg kam ich zu einer Kreuzung. Ich hielt bei der Ampel und plötzlich überkam mich das Verlangen nach einem Kebab. So etwas habe ich sonst nie. Ich esse kaum Kebab. Vielleicht ein, zwei Mal pro Jahr. Aber in diesem Augenblick hatte ich ein irrsinniges Verlangen danach.
Also aß ich eines. Und danach rauchte ich eine Zigarette. Es war der erste Ausrutscher an diesem Tag und der dritte insgesamt.

Alte Gewohnheiten
Später an diesem Tag war ich noch auf der Mariahilferstraße. Ich war auf der Suche nach ein paar Postern für meine Wohnung. Die Wände dort waren kahl und langweilig. Also wollte ich etwas dagegen unternehmen.
Im Generali-Center fand ich ein nettes Geschäft. Das Funkart. Neben Poster bietet der Shop diverse witzige Warnschilder und andere spaßige Artikel.
Ich fand dort, was ich suchte.
Anschließend entschied ich mich noch in ein Lokal zu gehen und mich mit einem Cappuccino zu stärken. Ich war schon etwas müde und hatte daher ein wenig Koffein notwendig. Und da geschah es. Ich kam in eine alte Gewohnheit zurück, die es eigentlich zu vermeiden gilt. Doch leider war ich irgendwie nicht ganz bei der Sache. Ich steckte mir eine Zigarette zwischen die Lippen.

Nach dem Essen sollst du Rauchen
Ja, nach dem Essen gehört eine Zigarette geraucht. Das tat ich immer. Zumindest bis gestern. Aber gestern hörte ich damit auf. Ich rauchte nach keiner Mahlzeit eine Kippe. Bis heute. Da fand das Ganze ein Ende.
Wie schon erwähnt, rauchte ich zu Mittag nach meinem Kebab eine. Auch nach dem Abendessen gönnte ich mir einen Glimmstängel. Zwar nicht gleich danach, aber dennoch hatte ich später eine Zigarette zwischen den Lippen. Erst trank ich noch einen Kaffee und las ein paar Seiten von dem Roman Fegefeuer, ehe ich dem Tabak frönte. Zum dritten Mal an diesem Tag.

Positive Effekte der Rauchentwöhnung
Die Abstinenz vom Glimmstängel bewirkt so einiges. Ich hab’s gerade recherchiert und muss sagen, dass diese Effekte, die nach und nach Auftreten eine zusätzliche Motivation sind. Es verändert sich so einiges. Vor allem wenn man vor dem 35. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhört. In diesem Fall gleicht sich die Lebenserwartung an das eines Nichtrauchers an.
20 Minuten danach fällt der Blutdruck und die Temperatur von Händen und Füßen steigt auf den Normalwert. Nach acht Stunden gleicht sich der Kohlenmonoxidgehalt des Bluts auf den Normalwert an. Innerhalb der ersten 24 Stunden verringert sich bereits das Herzinfarktrisiko. Zwei Wochen bis drei Monate später verbessert sich die Durchblutung und die Lungenkapazität erhöht sich um bis zu 30 Prozent. Ein bis neun Monate später lässt das Husten nach, der Ex-Raucher ist weniger kurzatmig und wacher. Außerdem kann sich die Lunge besser vor Infektionen schützen. Ein Jahr später ist das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße bereits nur noch halb so groß wie bei Rauchern. Fünf bis 15 Jahre später hat sich das Schlaganfallrisiko auf das eines Nichtrauchers gesenkt. Zehn Jahre nach der Rauchentwöhnung reduziert sich die Gefahr, an Lungenkrebs zu sterben, auf die Hälfte. Das Risiko von Krebserkrankungen in Mund, Hals, Speiseröhre, Blase, Niere und Bauchspeicheldrüse verringert sich.
Und nach 15 Jahren sind alle Risiken auf das Niveau eines Nichtrauchers gesunken.

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