Donnerstag, 1. Januar 2015

Die ersten 12 Stunden

Mehr als 12 Stunden ist es mittlerweile her, als ich meine letzte Zigarette geraucht habe. Noch geht es mir gut. Ich kann mich nicht beklagen, den bislang traten keine Entzugserscheinungen auf. Auch das Verlangen nach einer Kippe ist ebenso nicht, bzw. kaum, vorhanden. Andererseits hatte ich gestern doch so einige Biere getankt. Eventuell ein, zwei zu viel.
Wie schon erwähnt, verbrachte ich Silvester zu Hause, sah mir ein paar DVDs an und trank ein paar Bier. Es war zu viel. Zwar hatte ich keinen ausgeprägten Kater am nächsten Morgen, aber dennoch ging es mir ein wenig schlecht. In meinem Bauch verspürte ich ein flaues Gefühl ohne Übelkeit oder Erbrechen. Mein Kopf dröhnte nicht, jedoch hatte ich einen leichten Kopfschmerz, der sich anfühlte wie ein zartes Klopfen. Außerdem verspürte ich nach dem Aufstehen, was kurz nach neun Uhr der Fall war, ein, zwei Stunden lang einen leichten Schwindel.
Daher hatte ich keinen sonderlichen Gust auf eine Zigarette. Wahrscheinlich hätte ich mir die Scheiße aus dem Leib gehustet. Oder meine Lunge hätte sich nach Außen gedreht. Keine schönen Vorstellungen.
Um einen Rückfall vorzubeugen, lenkte ich mich ab. Ich las ein paar Seites des Buches Fegefeuer von der finnischen Autorin Sofi Oksanen, trank gemütlich ein Red Bull, las wieder das Buch weiter, machte ein Nickerchen, putzte meine Küche, brachte den Müll weg und setzte mich schließlich in ein Kaffeehaus. Dort sitze ich nun und trinke, während ich diese Zeilen hier verfasse, eine Tasse Cappuccino ohne dabei eine zu Rauchen. Es ist sehr ungewohnt im Nichtraucherbereich zu sitzen und keine Kippe zwischen Zeige- und Mittelfinger zu halten, doch es stellte die erste Bewährungsprobe für mein Vorhaben der Rauchentwöhnung dar und ich muss sagen, dass ich mich bisher gut schlage.
Allerdings bin ich erst am Anfang und die harte Zeit steht mir erst bevor. Es wird nicht leichter, sondern schwieriger. Aber ich bin fest entschlossen. Und sollte ich doch einmal einen Rückfall haben und genüsslich eine Kippe rauchen, dann werde ich nicht alles hinschmeißen und aufgeben, sondern wieder aufstehen und weiter machen.

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