Mehr als 12 Stunden ist es mittlerweile her, als ich meine
letzte Zigarette geraucht habe. Noch geht es mir gut. Ich kann mich nicht beklagen,
den bislang traten keine Entzugserscheinungen auf. Auch das Verlangen nach
einer Kippe ist ebenso nicht, bzw. kaum, vorhanden. Andererseits hatte ich
gestern doch so einige Biere getankt. Eventuell ein, zwei zu viel.
Wie schon erwähnt, verbrachte ich Silvester zu Hause, sah
mir ein paar DVDs an und trank ein paar Bier. Es war zu viel. Zwar hatte ich
keinen ausgeprägten Kater am nächsten Morgen, aber dennoch ging es mir ein
wenig schlecht. In meinem Bauch verspürte ich ein flaues Gefühl ohne Übelkeit
oder Erbrechen. Mein Kopf dröhnte nicht, jedoch hatte ich einen leichten
Kopfschmerz, der sich anfühlte wie ein zartes Klopfen. Außerdem verspürte ich
nach dem Aufstehen, was kurz nach neun Uhr der Fall war, ein, zwei Stunden lang
einen leichten Schwindel.
Daher hatte ich keinen sonderlichen Gust auf eine Zigarette.
Wahrscheinlich hätte ich mir die Scheiße aus dem Leib gehustet. Oder meine
Lunge hätte sich nach Außen gedreht. Keine schönen Vorstellungen.
Um einen Rückfall vorzubeugen, lenkte ich mich ab. Ich las
ein paar Seites des Buches Fegefeuer
von der finnischen Autorin Sofi Oksanen, trank gemütlich ein Red Bull, las
wieder das Buch weiter, machte ein Nickerchen, putzte meine Küche, brachte den
Müll weg und setzte mich schließlich in ein Kaffeehaus. Dort sitze ich nun und
trinke, während ich diese Zeilen hier verfasse, eine Tasse Cappuccino ohne
dabei eine zu Rauchen. Es ist sehr ungewohnt im Nichtraucherbereich zu sitzen
und keine Kippe zwischen Zeige- und Mittelfinger zu halten, doch es stellte die
erste Bewährungsprobe für mein Vorhaben der Rauchentwöhnung dar und ich muss
sagen, dass ich mich bisher gut schlage.
Allerdings bin ich erst am Anfang und die harte Zeit steht
mir erst bevor. Es wird nicht leichter, sondern schwieriger. Aber ich bin fest
entschlossen. Und sollte ich doch einmal einen Rückfall haben und genüsslich
eine Kippe rauchen, dann werde ich nicht alles hinschmeißen und aufgeben,
sondern wieder aufstehen und weiter machen.
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